KI stellt die Regeln im Online-Marketing auf den Kopf. Nutzer erhalten heute Antworten auf ihre Fragen in sekunden von einer KI, anstatt sich durch lange Listen von Suchergebnissen zu klicken. Die Antwort darauf liegt nicht darin, noch mehr (generischen) Content zu produzieren. Content-Expertin Maricke Frick behauptet, die Zukunft gehört denen, die sich „radikal menschlichen“ zeigen und einzigartigen Content präsentieren. Selbstständige, die jetzt nicht umdenken, gehen wahrscheinlich unter.
Es ist Zeit, die Strategie zu ändern und die Karten neu zu mischen.
Wenn du an KI im Marketing denkst, kommt dir wahrscheinlich als Erstes die Erstellung von Inhalten in den Sinn: schnellere Blogposts, effizientere Social-Media-Posts. Doch diese Sichtweise ist gefährlich kurzsichtig. Sie verkennt den wahren, monumentalen Umbruch, den die Expertin Maricke Frick als den „Big Shift“ bezeichnet. Dein Ziel ist nicht mehr, auf Google gefunden zu werden, sondern von einer KI empfohlen zu werden. Für kleine Unternehmen und Soloselbstständige ist es jetzt entscheidend, diese neuen Spielregeln zu verstehen und zu handeln.
1. Was ist die Hauptveränderung im Marketing für Solo-Selbstständige durch KI?
Die KI verändert das Spiel radikal und führt zu einer „Business Evolution“. Der größte Nachteil ist, dass guter Content allein nicht mehr ausreicht, um in den Google Suchergebnissen gefunden zu werden, da immer weniger Menschen nach unten scrollen oder sich durch Blogposts wühlen, sondern die KI direkt befragen. Der „Big Shift“ bedeutet, dass Anbieter versuchen müssen, dort zu erscheinen, wo Menschen einen echten menschlichen Ansprechpartner oder eine spezifische, auf sie zugeschnittene Beratung suchen.
2. Welche Art von Content wird in Zukunft wichtiger, um sich von KI-Antworten abzuheben?
Um sich abzuheben, muss Content Unique Content sein. Zukünftig ist es entscheidend, Erfahrungsberichte (z. B. von Kunden oder eigene Learnings), Case Studies und tiefergehenden Content anzubieten, der sich von generischem Wissen unterscheidet. Der Fokus sollte darauf liegen, Menschen abzuholen, die in ihrer „Journey“ bereits weiter sind.
3. Welche Rolle spielt die Webseite angesichts der KI-Entwicklungen?
Die Webseite bleibt wichtig. Sie ist der Ort, an den die Menschen am Ende kommen (sei es von Social Media, einer Anzeige oder einer KI-Empfehlung), um die Person abzuchecken und zu sehen, ob sie persönlich passt. Es ist entscheidend, dass auf der Webseite keine Worthülsen mehr verwendet werden und man der KI klar signalisiert, was man anbietet.
4. Was ist mit dem Konzept „radikal menschlich“ gemeint und warum ist es in Zeiten der KI relevant?
„Radikal menschlich“ bedeutet, sich zu zeigen, um nicht austauschbar zu wirken. Es geht darum, die eigene Persönlichkeit und die eigene Haltung in Texte und Inhalte zu integrieren. Marike Frick empfiehlt, mehr so zu schreiben, wie man spricht und eigene, umgangssprachliche Ausdrücke zu verwenden, die nicht in KI-Texten stehen.
5. Welche Chancen bietet die KI-Evolution für kleine Unternehmen und Solopreneure?
Kleine Unternehmen und Solopreneure haben eine super Chance gegenüber großen, generischen Agenturen. KI-Agents können Anbieter vorschlagen, die persönlich wirken und sich stark auf eine Nische spezialisiert haben. Nischen werden noch wichtiger und zahlen sich stärker aus.
6. Wie gut ist KI-generierter Content im Expertenbereich und worauf muss geachtet werden?
In Tests, zum Beispiel im Bereich Pressestrategie, waren etwa 70% des KI-generierten Inhalts wirklich gut, aber die restlichen 30% enthielten Feinheiten oder Fehler, die einen Nutzer, der nicht Experte ist, Zeit kosten oder nicht zum Erfolg führen würden. Anbieter müssen daher Aufklärungsarbeit leisten und kommunizieren, welche typischen Fehler oder Mythen die KI empfiehlt.
7. Was ist die strategisch klügste Nutzung von KI bei der Content-Erstellung (im Gegensatz zur bloßen Beschleunigung)?
Die Nutzung von KI nur zur schnelleren Content-Produktion von generischen Inhalten ist wenig sinnvoll, da alle dies tun werden und die Inhalte austauschbar werden. Strategisch clever ist es, menschlichen, tiefgehenden Content zu erstellen (z. B. eine Podcast-Folge) und die KI anschließend zu nutzen, um:
a) Daraus einen Blogpost im Frage-Antwort-Schema für die KI-Wahrnehmung zu generieren.
b) Ideen für menschlichen Content oder Haltungscontent für Social Media zu liefern, anstatt fertige Posts zusammenfassen zu lassen. Ein Mix aus mehreren Kanälen (z. B. Podcast, Social Media, Blog) wird zudem noch wichtiger.
Interview mit Marike Frick: Wie KI dein Marketing verändert
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren
