Bootcamp Unternehmertum: Eigenschaften starker Unternehmerpersönlichkeiten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin

„Man wie mutig von dir. Ich könnte das nicht.“ Ich dachte: Was ist daran mutig? So großartig ist das nun auch nicht. Ich hatte eine Vorstellung und wollte es unbedingt durchziehen. Also habe ich es getan: Neben meinem Studium habe ich mich selbstständig gemacht. Das war 2007. Als ich mich entschloss in die Vollen zu gehen, habe ich mein erstes Gründerseminar besucht. Das war 2010. Hätte ich damals gewusst, dass mir dort die Hälfte vom Unternehmertum verschwiegen wurde, dann hätte ich wahrscheinlich Angst bekommen.

Unternehmertum ist das beste Persönlichkeitstraining

Wenn von erfolgreichen Unternehmen gesprochen wird, dann werden Businesspläne, Geschäftsmodelle, Marketing- und Vertriebsstrategien in den Vordergrund gestellt. Dabei fällt hinten über, dass Du als Gründer Deines Unternehmens diese erst erfolgreich etablierst, wenn Du Dich im Bootcamp behaupten kannst.

Ich spreche nicht von fachlichen Qualifikationen. Es sollte wohl klar sein, dass Du in Deinem Fachbereich was drauf hast.
Nein, wovon ich spreche ist der psychologische Teil des Unternehmerdaseins.

Oh..psychologischhat sie das gesagt? Ja habe ich.

Denn das ist genau der Teil, auf den Selbstständige, Unternehmer, Freiberufler, Solounternehmer, Entrepreneur – wie auch immer Du Dich verstehst – nicht vorbereitet werden.

Ein Unternehmen gründen kann jeder. Ob das langfristig erfolgreich ist, hängt zu einem großen Teil von den Eigenschaften Deiner Unternehmerpersönlichkeit ab. Genau das wird oft unter den Teppich gekehrt. Dabei grasen viele die Mindsetthemen so sehr an der Oberfläche ab, dass mir schwindelig wird.

Vergiss die glattgebügelten Erfolgsgeschichten

Schnell driftet die Businessschiene darauf ab: Was biete ich? Was habe ich? Was leiste ich?
Meine ersten Netzwerktreffen waren reine Selbstdarstellershows: Mein Haus – Mein Auto – Mein Boot
Ja glaubst Du, ich habe mich dahin gestellt und meine Zweifel und Sorgen ausgepackt?

Bei allen anderen schien es ja grandios zu laufen. Demnach habe ich wohl was falsch gemacht.

Dann kam die andere Seite in meinem Umfeld dazu – die „Nicht-Selbstständigen“. Sein eigener Chef zu sein, suggeriert Freiheit. „Hey, jetzt kannst alles machen, was du willst.“ oder „Na gerade du musst es dir doch leisten können.“ Ein eigenes Unternehmen zu haben, verbinden viele mit „Reichtum“.

Und was glauben Du?
Wer wusste wohl wirklich davon, wenn es beschi… lief.

Was machst Du, wenn es bei Dir nicht glatt läuft? Dranbleiben oder aufgeben?

Sei bereit, durch den Schlamm zu robben

Mit dem Unternehmen erfolgreich zu sein, heißt nicht um jeden Preis aufzufallen. Als Unternehmer musst Du keine Rampensau sein und mit glanzvollen Erfolgsstorys prahlen. Nein.

Worauf es wirklich ankommt?
Dass Du Dir nicht zu fein bist, Dich in den Matsch zu schmeißen. Bist Du für die Hürden gewappnet, die ein eigenes Business mit sich bringt?

  • Schwankungen im Umsatz
  • Kooperationen die sich als faule Eier entpuppen
  • Projekte die floppen
  • geniale Ideen die noch nicht zünden
  • Kritiker die ungefragt ihre Meinung kund tun
  • Veränderungen am Markt
  • Mitbewerber die scheinbar schneller sind als Du
  • und und und

Das sind Höhen und Tiefen im Business, mit denen Du lernen musst umzugehen. Hier geht es noch lange nicht darum, welche Angebote Du hast oder wie clever Dein Marketing oder Vertrieb sind. Ich spreche von innerer Stärke und dem eisernen Willen durch diesen Dreck zu kriechen.

Unternehmerpersönlichkeit Eigenschaften
Quelle: Marc Rafanell-Lopez unsplash.com

Schweißgebadet im Angesicht der Realität

Nun hast Du eine Etappe gemeistert. Du atmest durch, während Du Dir den Schlamm aus dem Gesicht wischt. Der nächste Streckenabschnitt wartet auf Dich. Am Straßenrand stehen ne Menge Experten, die Dir Erfolgstipps und die cleversten Strategien mit 100% Garantie zubrüllen:

  • Wie Du in 4 Monaten 6 stellige Umsätze erzielst
  • Die 10 besten Erfolgsstrategien für mehr Kunden
  • Von null auf hundert: Mit diesen Tipps zündet Dein Unternehmen auf der Überholspur

Das klingt verlockend. Und auch Du überlegst kurz, ob es nicht doch eine Abkürzung gibt.

Was verraten die meisten Experten nicht: Es gibt keine Abkürzung!

Den eigenen, erfolgreichen Weg zu finden, heißt immer lernen und entwickeln. Dabei verlässt Du Deine Komfortzone. Das ist in jeder Wachstumsphase so. Dabei gehst Du Risiken ein, die Deinen Puls in die Höhe treiben können. Je nach dem wie groß Dein Vorhaben ist, steht Dir schon mal der Schweiß auf der Stirn.

Und wenn der Plan nicht funktioniert?
Dann machen sich Frust, Ärger, Enttäuschung und Wut breit. Das gehört dazu.

Das ist die wahre Challenge die wir Unternehmer meistern müssen.
Tun wir das nicht, dann strampeln wir uns ab ohne wirklich weiter zu kommen. Das ist der klassische Fall von blindem Aktionismus.

Unter Druck entstehen Diamanten, aber kein erfolgreiches Business.

Wenn die Zahlen Dein Business steuern

Viele stürzen sich auf die Zahlen. Umsatz, Marge, Traffic, Abonnenten etc. – Alles was in ihrem Business gemessen werden kann, wird gemessen. Zahlen sind wichtig, klar. Der Knackpunkt ist nur, wenn Du diese Zahlen persönlich nimmst.

Wie viele schlaflose Nächte hast Du schon damit verbracht, die Zahlen auf Deinem Konto zu verwandeln?

Zahlen auf einem Blatt Papier oder in Deinem Businessplan sind harmlos. Auf dem Schein in Deiner Geldbörse sind diese etwas ganz anderes. Der Kontoauszug gepaart mit Rechnungen und dem Kalenderblatt ergibt eine Dynamik, der Du erst einmal etwas entgegensetzen musst.

Lerne Dich davon zu distanzieren. Zahlen sind Zahlen und bleiben Zahlen. Das Business von diesen steuern zu lassen, vernebelt Deinen Blick für das Wesentliche auf Deinem Weg.

Die eigenen Bewertungen zu reflektieren und sich davon abzugrenzen ist kein Hexenwerk – will aber gelernt sein.

Den Turbo zünden? Erfolg über Nacht?

Ich wünsche es Dir.
In Wahrheit brauchen wir dafür die zweite Seite: Gelassen bleiben und geduldig sein – Nerven wie Drahtseile

Die schlechte Nachricht: Dafür gibt es keine Knopfdrucklösung.

Die gute Nachricht: Es wird immer leichter, wenn Du

  • Deine Einstellung reflektierst, um
  • Deine Gefühle zu steuern und
  • Dein Verhalten anpasst.

Wachstum und Entwicklung beginnen bei Deinem Mindset.

Also prüfe immer wieder, ob Du Dir selbst im Weg stehst. Die Blogparade „Erfolgsfaktor DU“ von Nadja Foster hat mich angeregt diesen Artikel zu schreiben. Es ist Zeit, offen über die Eigenschaften der Unternehmerpersönlichkeit zu sprechen. Über die Jahre sind diese nämlich das eigentliche Bootcamp. Und ich habe hart  trainiert 😉 Dabei wurde mir bewusst, dass mein Denken und Handeln schon früh einige wichtige Eigenschaften geprägt haben.

Das heißt nicht, dass ich immer locker flockig durch den Parcours renne. Es gibt immer wieder ein anderes Trainingslevel. Doch ich bin dankbar dafür, denn Persönlichkeitsentwicklung ist zu einem Teil meiner Expertise geworden.  Arbeite ich mit meinen Kunden an ihrer Strategie, dann ist dabei ein Schwerpunkt: Wir verpassen ihnen ein dickes Fell. Strategisch clever agieren geht nicht ohne die Entwicklung der Unternehmerpersönlichkeit.

Davon bekommst Du jetzt was ab: Auf geht’s.

Positives Denken ist Trumpf

Siehst Du auf Deiner Mission oft nur das, was Du noch nicht erreicht hast, dann bremst Dich das aus. Du hast das Gefühl nie genug zu tun.
Rückschläge treffen Dich dann so hart, dass Du dich davon aufhalten lässt. Sie sind aber völlig normal. Du darfst Dich ärgern oder auch die Welt schwarz malen. Doch negative Gefühle, wie Ängste oder Zweifel, werden Dich lähmen. Du resignierst und kommst nicht ins Tun.

Darum ist eine optimistische Grundhaltung absolut wichtig. Dadurch gehst zuversichtlich in die nächste Etappe. Optimistisch zu sein, heißt nicht auf einem Einhorn mit rosa roter Brille durch die Welt zu reiten. Das ist naiv.

Optimismus ist die feste Überzeugung, dass sich etwas zum Guten wendet. Denkst du positiv, dann erkennst Du: Da wo Schatten ist, da ist auch Licht. Ganz gleich wie kritisch eine Situation sein mag, siehst Du Chancen und Möglichkeiten.

In dem Du Herausforderungen als Chance siehst, kannst Du daran wachsen.

Ja klar, braucht das Übung. Negatives Denken ist einfach.
Wenn Du nicht daran glaubst, dass Du mit Deinem Business erfolgreich bist, wer soll es dann tun?

Hab keine Angst vor Fehlern

Ein gefloppter Launch, ein Idee die nicht zündet, ein Auftrag der unerwartet abgesagt wird oder ein SocialMedia Kanal, der seine Strategie ändert: Es ist wie es ist.
Du kannst Dich aufregen, dass Du es nicht anders gemacht hast. Doch es kostet Dich viel Energie. Diese Energie, kannst Du besser für andere Ideen einsetzen.

Fehler brauchen wir, um zu lernen und das Business weiter zu entwickeln. Lerne zu akzeptieren. Ziehe den Nutzen daraus. Frage Dich: Was kann ich dadurch lernen und das nächste Mal anders machen?
Den Rest verbuchst Du auf Deinem Erfahrungskonto.

Verantwortung übernehmen statt zu jammern

Klar, bist Du mit Deinem eigenen Business selbstständig und unabhängig. Es gab vielleicht schon mal Tage, da hast Du Dir gewünscht, einen Krankenschein einreichen zu können.

Hast Du nicht?

Ich schon. Was für ein Luxus, dachte ich. Aber auf der anderen Seite wollte ich genau das nicht mehr – von den Entscheidungen anderer abhängig sein.

Der Preis für diese Freiheit ist Verantwortung.

Viele Unternehmer übernehmen keine 100% Verantwortung. Sie meckern darüber,

  • dass der Markt überfüllt ist
  • dass Kunden so schrecklich sind
  • sie einfach zu wenig Zeit haben oder
  • das andere es ja einfacher haben.

Damit begründen sie, dass sie nichts ändern können. Sie glauben, dass ihnen die Hände gebunden sind. Sie tun oder lassen Dinge, weil es andere ja auch so machen. Darin vergraben sie sich dann, als arme Opfer der Umstände. 

Unternehmertum ist nie einfach und bequem

Erfolgreich sein heißt, immer wieder zu testen z.B. neue Produkte oder andere Strategien. Manchmal siehst Du die Möglichkeiten nicht gleich, aber in Wahrheit gibt es immer mindestens drei Möglichkeiten:

  1. Love it – Nimm es wie es ist und sei zufrieden und glücklich damit
  2. change it – Verändere etwas. Mach es anders als bisher.
  3. leave it – Schmeiß es hin. Höre auf damit.

Anstatt zu jammern, wenn etwas nicht klappt: Nimm das Steuer in die Hand.
Du hast die Freiheit. Dein Business, Deine Regeln.
Nicht jeder wird gut finden, was Du tust. Was soll’s? Du kannst nicht jeden zufrieden stellen. Es ist Dein Business und Dein Leben.

Glaube an Dich

Glaubst Du fest daran, dass Du mit Deinem Business und mit dem was Du tust, etwas bewirken kannst?

Selbstwirksamkeit, so nennt sich das fachlich, ist ein ganz wichtiger Punkt. Gerade mit dem eigenen Business, denn wir ernten nicht sofort Früchte. Bis die Saat aufgeht, kann es manchmal dauern. Es braucht mehrere Anläufe. Neben einer guten Portion Ausdauer brauchst Du eine feste Überzeugung.

Es ist okay, wenn Du an manchen Tagen daran zweifelst. Zweifel sind völlig normal. Mit Zweifeln umgehen kannst Du lernen.

Dafür ist es prima, wenn Du ein Erfolgsjournal führst.
Dadurch sieht Du Deine Fortschritte. Und zwar nicht nur die großen, sondern Deine täglichen Erfolge.

Dann gibt es noch die Geheimwaffe der Liste.
Die habe ich in meiner Schublade immer greifbar für ganz verzwickte Momente. Auf dieser Liste stehen

  • alle wichtigen Meilensteine in Deinem Leben,
  • die Momente die Du erfolgreich gemeistert hast.
  • Gleichzeitig kannst Du darauf Deine Stärken und Talente notieren. Also die Eigenschaften und Fähigkeiten, wofür Dich Deine Kunden, Geschäftspartner und auch Freunde und Familie schätzen.

Viele ehrgeizige Unternehmer neigen dazu, dazu, die eigene Leistung und ihr Können unter den Teppich zu kehren. Fehlt die Wertschätzung für das eigene Tun, dann zerrt das an der Überzeugung erfolgreich sein zu können. Dabei hilft Dir diese Liste.

So eine Liste hast Du noch nicht? 
Dann wird es Zeit. Davon muss ja auch niemand erfahren 😉

Glaube mir, diese Liste ist unbezahlbar!
Gerade dann, wenn der Plan nicht aufgeht und mein innerer Kritiker versucht, mir das Leben schwer zu machen.

Denke in Lösungen

  • Bist Du gut darin aufzuzählen, was alles nicht geht, warum etwas nicht funktioniert?
  • Findest Du schneller Gründe, warum eine Idee schlecht ist?

Super – dann hast Du das Problemdenken im Griff.

Nur um das Problem zu kreisen, bringt Dich nicht weiter. Willst Du etwas bewegen und vorankommen, dann fange an, in Lösungen zu denken. Der Trick daran ist, über den Tellerrand hinauszudenken. Erst wenn Du gewohnte Denkmuster hinterfragst, den Status Quo verlässt und dabei kreativ bleibst, kommst Du auf geniale Lösungen. Du findest neue Wege.
Frage Dich „Wie müsste es sein?“

Sei mutig. Probiere etwas Neues. Werde kreativ. Traue Dich sich zu spinnen.
Das funktioniert kaum, wenn Du unter Druck stehst und die Überforderung an die Tür klopft. Verlasse Dein stilles Kämmerlein.

Dieses Denken hilft Dir, flexibel zu bleiben.
Mit Deinem Business kannst Du auf Veränderungen leichter reagieren. Krisen hauen Dich nicht so schnell um.  Veränderungen führst Du mit dieser Haltung auch  selbst herbei. Das ist gerade in einer schnelllebigen Zeit wichtig. Du bleibst nicht stock steif am Markt. Denn das was heute innovativ ist, kann morgen Schnee von gestern sein.

Sei nie zu stolz Unterstützung anzunehmen

Viele Unternehmer, gerade Solounternehmer, fühlen sich einsam.
Wir Menschen sind soziale Wesen. Beziehungen geben uns Rückhalt. Ein stützendes Privatleben ist wertvoll, dennoch sind nicht alle beruflichen Themen hier gut aufgehoben. Online- wie Offlinenetzwerke dienen nicht nur der Kundengewinnung. Sich mit Anderen auszutauschen, die Dich verstehen, weil sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben und wissen, wie es ist ein Business zu führen, dass ist unbezahlbar. 

Schaffe Dir bewusst diesen Rückhalt, so früh Du kannst.  Mastermindgruppen oder Erfolgspartner sind eine wertvolle Rückenstärkung. Ich habe erst spät damit angefangen. Wäre ich früher auf den Dreh gekommen, dann hätte ich mir wahrscheinlich die ein oder andere schlaflose Nacht gespart.

Damit das funktioniert, ist es wichtig, dass Du Unterstützung annehmen kannst.
Diese als Schwäche oder Versagen anzusehen, ist völlig fehl am Platz. Du kannst nicht alles im Alleingang erledigen. Einzelkämpfertum aus falschem Stolz schadet nicht nur Deinem Business, sondern auch Deiner Gesundheit.

Dazu zählt auch, dass wir grundlegend private und geschäftliche Beziehungen auf Geben und Nehmen prüfen. Sortiere mutig aus. Ja, das ist nicht unbedingt einfach. Aber mit jedem Nein zu anderen, die Dir nicht gut tun, fühlst Du Dich freier und leichter. Löse Dich von Querulanten, Meckerköpfen, Schwarzmalern und respektlosen Kritikern.

Gestalte Deine Zukunft

Klingt logisch. Ist es aber nicht. Immer wieder erlebe ich es, dass Zahlen brav kontrolliert, aber die Ziele stiefmütterlich behandelt werden. „Hab ich ja im Kopf, ich weiß was ich will.“  Getrieben von der Effizienz, dümpeln viele mit ihrem Business vor sich hin. Ob das, was sie tun auch effektiv ist, wird oft nicht hinterfragt. und enden unzufrieden in der Sackgasse.

Viele Unternehmer erledigen sehr effizient die falschen Dinge.

Warum?
Weil sie, abgesehen von Umsatzzahlen, eben doch nicht genau wissen, was sie wollen. Geld als Ziel reicht nicht aus, um ein Business zu gestalten, das am Markt echten Nutzen liefert. Außerdem motiviert Geld nicht lange. Du brauchst aber dauerhaft Motivation, um dranzubleiben.

Wer keine klaren Ziele hat, der kann keine Erfolge messen, verzettelt sich und dreht sich mit dem Business im Kreis.

Das fängt schon bei den persönlichen Zielen für das eigene Business an. Hast Du eine Vorstellung davon, was Dein Business in Deinem Leben bewirken soll?
Das schützt Dich davor, dass Unternehmertum nicht zu einem kräftezehrenden Akt wird. Persönliche Ziele zu definieren, ist für mich der Startpunkt des Unternehmerdaseins.

Für Dein Unternehmen selbst, ist es wichtig, dass Du die Vision des Unternehmens klar vor Augen hast. Weißt Du, wo und wofür Du mit Deinem Business in 5 oder 10 Jahren stehen willst? Er das gibt das Deinem Tun eine Richtung. Du kannst Dich fokussieren und klar entscheiden.

Habe klar, was Du mit Deinem Unternehmen und in Deinem Leben erreichen willst.

Ist Dir das klar, dann kannst Du Deine Strategie entwickeln. Es wird Dir leicht fallen, dies auf Deine Jahresplanung oder Quartalsplanung herunter zu brechen. Das ist keine Garantie, dass Dein Plan aufgeht, doch es bewahrt Dich vor großen Überraschungen bzw. kannst Du rechtzeitig darauf reagieren. Regelmäßige Strategietage helfen Dir, Dein Business aus der Adlerperspektive zu betrachten. Du erkennst, ob Du noch auf Kurs bist oder diesen korrigieren solltest. Du fokussierst, was Dich weiterbringt. Alles was Deinen Zielen nicht nützt wirfst Du über Bord.

Dranbleiben – deine Unternehmerpersönlichkeit zählt

Für Erfolg gibt es weder ein Patentrezept noch eine Wunderpille. Es ist nicht wichtig, dass Du überdurchschnittliche Talente besitzt. Gehe mutig Deinen Weg. Fokussiere, was wirklich zählt. Hinterfrage regelmäßig, ob das was Du tust und wie Du denkst sinnvoll und nützlich ist. Dann wirst Du auch zuversichtlich durch Höhen und Tiefen gehen und daran wachsen. Dann bekommt Unternehmertum den Kick eines Abenteuers.

Heute reagiere ich anders auf die Anerkennung anderer:
Ja, es ist verdammt mutig, einige Sicherheiten hinter sich zu lassen, um das eigene Business zu gestalten. Immer wieder vollen Einsatz zu bringen, ist eine wahre Leistung; unabhängig davon, wie viel Umsatz Du machst, ob Du als Experte bekannt bist oder wie groß Dein Business ist.
Sein eigenes Unternehmen zu gründen geht schnell. Dabei zu bleiben, und sich mit klarem Kopf immer wieder auf das Wesentliche zu fokussieren, erfordert Stärke.


Artikel veröffentlicht: 2015
Artikel zuletzt aktualisiert: März 2019

Quelle: Titelbild Andreas Fidler Unsplash.com

Hi, ich bin Anke Lambrecht, Business-Strategin und unterstütze Unternehmer dabei, mehr Fokus für ihr Unternehmen zu schaffen.
Als Sparringspartnerin bin ich an ihrer Seite, damit sie bessere Ergebnisse erreichen, gleichzeitig weniger Zeit in ihrem Business verbringen und mit dem Business eine größere Wirkung erzielen.
Mehr über

8 Antworten zu “Bootcamp Unternehmertum: Eigenschaften starker Unternehmerpersönlichkeiten”

  1. Ein wirklich toller Beitrag Anke!! Super ehrlich und auf den Punkt gebracht. Ich wünschte, es würden mehr Selbstständige darüber schreiben, wie sch…es sich manchmal anfühlt, ein eigenes Business zu haben. Über Zweifel, Ängste, Sorgen und dann die tolle Ratschläge von Außen, die ja nur „das Beste wollen“. Da brauch man schon eine starke, in sich gefestigte Persönlichkeit, die im Kern weiß, was sie will. Und ein paar Menschen in der Umgebung, die einem immer wieder vor Augen halten, wofür man das macht, wenn man selber mal den Blick dafür verloren hat. Tolle Tipps, kann ich alle 1:1 so unterschreiben.

    P.S. Für schlechte Tage kenne ich noch den Tipp, sich ein „Glückglas“ hinzustellen – und immer, wenn man positives Feedback bekommen hat, schreibt man sich das auf einen Zettel und steckt es in das Glücksglas – und an schlechten Tagen nimmt man sich 1-2 Zettel (oder auch mehr :)) und ließt sich diese durch.

    • Anke Lambrecht sagt:

      Ach je Annika, mein Kommentar ist im All verschwunden 🙂 Danke für deine Rückmeldung. Ich bin auch dafür, dass diese „mein Haus – mein Auto – mein Boot“ Mentalität aufhört. Dabei soll ja nicht gejammert werden, im Gegenteil, offen darüber zu sprechen was sicher jeder schon erlebt hat, das stärkt. Wie oft hatte ich das Gefühl, dass bestimmte Themen nur ich kenne. Bis ich Menschen getroffen habe, die Klartext reden.

      Dein Glücksglas ist auch eine tolle Idee!

      Dies lässt sich bestimmt auch mit Glückskeksen kombinieren 🙂

      Herzliche Grüße

      Anke

  2. Unternehmerische Fähigkeiten sind für unternehmerischen Erfolg unerlässlich. Für mich gehören dazu immer die fachlichen, kaufmännischen und eben die persönlichen Fähigkeiten.

    Zu den Kernkompetenzen von Unternehmern ge­hört eben auch die Fertigkeit, Eigeninitiative ent­fal­ten zu kön­nen. Unternehmensziele müs­sen selbst ge­setzt wer­den und auch län­ger­fris­tig an­ge­legt sein. Und das macht man in einem Businessplan. So eine starke Zielbildung ver­stärkt die Bereitschaft sich an­zu­stren­gen und er­höht die Wahrscheinlichkeit, dass auch Frustrationen und Rückschläge bes­ser ver­kraf­tet und über­wun­den wer­den kön­nen. Es ist wich­tig, eine be­stimmte Denkhaltung zu ent­wi­ckeln, die sich an den Chancen und Möglichkeiten und nicht an Risiken ori­en­tiert. Ach ja, und Glückskekse sind immer hilfreich. Liebe Grüße aus Essen. Torsten

    • Anke Lambrecht sagt:

      Danke für die Zusammenfassung Torsten.
      Oft werden nur einzelne Bereiche bis ins kleinste Detail optimiert.
      Doch genau das ist es: Die persönlichen Stärken mit den fachlichen und kaufmännischen Fähigkeiten zu kombinieren.
      Hier wird schon der wichtigste Hebel deutlich: Die eigene Denkhaltung als Unternehmer.
      Hat man das verstanden, dann gelingt es Chancen zu nutzen und die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen der Ziele deutlich zu erhöhen.

      Liebe Grüße

  3. Danke für den Artikel.
    Ich persönlich finde auch, dass gerade Mut und das „Machen“ für den Einstieg ins Unternehmertum am Wichtigsten ist.

    Viele Grüße

    • Anke Lambrecht sagt:

      Sehr gern. Danke für die Bestätigung 😉
      Ich finde auch wichtig zu erkennen, dass es mutig ist, diesen Schritt zu gehen!
      Viel Erfolg!
      Herzliche Grüße

  4. Mike Hennig sagt:

    Hallo Anke.
    Ich bin erst jetzt durch einen Podcast mit C. Bodendieck auf Dich aufmerksam geworden. Ich finde in deinem Beitrag steckt nichts neues, ABER es ist eine wunderbare Zusammenfassung von vielen Aussagen, wie man sie sonst bei verschiedenen Autoren erst zusammensammeln muss.
    UND, und das ist wirklich gut, Du äußerst es „beängstigend“ klar und packst es in eine einfache und unterhaltsame Sprache. Aufbauend und macht Mut, nun endlich mal auszuprobieren, was andere nicht tun und doch noch nicht ins Tal der Selbstzweifel abzusteigen.
    Danke
    Viele Grüße
    Mike

    • Anke Lambrecht sagt:

      Hallo Mike,

      danke für deine Rückmeldung. Mut machen ohne dabei den Kern zu verschleiern – ja genau das soll der Beitrag. Schön, dass es funktioniert 😉
      Es ist ja mit vielen Themen so: Theoretisch wissen wir, wie es praktisch funktioniert 😉

      Ich wünsche Dir viel Spaß beim Experimentieren und mutigem Ausprobieren.

      Viele Grüße
      Anke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Detaillierte Informationen dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung