Genau hier liegt deine Chance: Das Sommerloch ist keine Pause vom Business. Es ist eine Pause für dein Business. Eine Phase, in der du ohne Alltagsstress an den Dingen arbeiten kannst, die sonst nie Zeit haben: Strategie, Sichtbarkeit, Klarheit, Kreativität.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du als Solopreneur:in oder Small-Business-Owner die ruhigeren Wochen nicht nur „überstehst“, sondern aktiv nutzt – damit du im Herbst nicht wieder bei null anfängst, sondern mit Rückenwind durchstartest.
Warum das Sommerloch Gold wert ist?
Wenn das Tagesgeschäft ruhiger wird, ist das kein Stillstand – sondern deine Chance, wieder klar zu sehen. Denn oft drehen wir uns im Alltag im Kreis: Wir arbeiten, posten, liefern ab. Aber fragen uns viel zu selten, ob wir noch in die richtige Richtung laufen.
Genau hier kommt das Sommerloch ins Spiel.
Die ruhigere Zeit gibt dir den Raum, den Fokus neu auszurichten. Du kannst Bilanz ziehen: Wo steht dein Business gerade? Was läuft – und was bremst dich?
Vielleicht gibt es Projekte, die du seit Wochen vor dir herschiebst. Oder Ideen, die immer wieder in deinem Kopf auftauchen, aber nie Platz finden. Jetzt ist der Moment, ihnen Zeit zu geben.
Du kannst dein Business neu sortieren, strategisch nachjustieren und dich innerlich auf das vorbereiten, was im zweiten Halbjahr wichtig wird. Ohne Hektik. Ohne Druck. Einfach mit einem klaren Blick auf das, was wirklich zählt.
Nutze das Sommerloch nicht, um dich „beschäftigt zu halten“. Nutze es, um voranzukommen. In deinem Tempo. Mit Klarheit statt Aktionismus.
Sommerzeit = Zeit für echtes Business-Wachstum
Wenn es außen leiser wird, darf es innen klarer werden. Der Sommer bietet dir nicht nur Raum für neue Ideen – er lädt dich ein, dein Business grundsätzlich zu hinterfragen. Ohne den Druck, ständig liefern zu müssen.
Musst du wirklich immer mehr Kunden, mehr Follower, mehr Umsatz wollen? Oder darfst du selbst entscheiden, wann es genug ist?
Was hältst du eigentlich alles fest, nur weil es sich „so gehört“? Welche Routinen, Angebote oder Ziele passen nicht mehr – und dürfen gehen?
Genau über solche Fragen spreche ich in dieser Podcastfolge:
Denn echtes Wachstum passiert nicht, wenn du mehr arbeitest – sondern wenn du bewusster entscheidest.
Wenn du bereit bist, dein Business nicht nur zu „managen“, sondern wirklich weiterzuentwickeln – dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt.
7 Dinge, die du in der Sommerflaute konkret tun kannst
Businessflaute ist Fokuszeit – wenn du sie richtig nutzt. Hier kommen sieben Dinge, die du jetzt anpacken kannst, um dein Business mit Klarheit, Leichtigkeit und Strategie ins zweite Halbjahr zu bringen:
1. Prüfe dein Business & lass los, was nicht mehr passt
Nutze die ruhige Phase für einen ehrlichen Rückblick: Was funktioniert noch – und was blockiert dich? Räume gedanklich auf, bevor du weiterbaust. Was kostet dich Energie, bringt aber keinen echten Nutzen mehr? Welche Angebote, Projekte oder Gewohnheiten darfst du gehen lassen? Statt dich mit noch mehr To-dos zu überfordern, leg fest, was du ab jetzt nicht mehr machst.
In dieser Podcastepisode sprechen wir darüber:
Schnappe dir deine Jahresplanung und/oder deine letzte Quartalsplanung: Hast du deine Ziele noch im Blick? Wo steht dein Business?
2. Bestimme deinen eigenen Erfolgsmaßstab
Höher, schneller, weiter – ist das überhaupt dein Maßstab? Mehr Umsatz, mehr Kunden, mehr Follower, aber was willst du wirklich? Kläre das für dich, bevor du Ziele für die nächsten Monate setzt. Nur so kannst du Ziele setzen, die sich auch wirklich gut anfühlen, weil sie zu dir passen.
In dieser Podcastepisode bekommst du weitere Anregungen dafür.
3. Bring auf den Punkt, wofür du stehst: Schärfe deine Positionierung & setze auf echte Relevanz
Mache nochmal klar, wofür du stehst – und für wen. Wenn du mit echter Relevanz auftrittst und deine Botschaft auf den Punkt ist, kommt die Sichtbarkeit von allein. Jetzt ist der perfekte Moment, deine Positionierung auf den Prüfstand zu stellen.
4. Schaffe Fokus für mehr Leichtigkeit
Ich verzettele mich schnell mal zwischen vielen Ideen, deshalb sorge ich dafür, meinen Fokus regelmäßig auf das zu richten, was wirklich wichtig ist. Weniger Ziele, klarere Prioritäten, mehr Ruhe im Kopf – das bringt dir nicht nur Ergebnisse, sondern auch Luft zum Atmen. Das geht z.B. in dem du Inhalte, Produkte, Angebote ausräumst. So bringst du wieder Struktur rein und schaffst Platz für neue Ideen.
Lesetipp: Dieser Artikel liefert dir Tipps für deinen Fokus:
Hörtipp: Episode 16 im GREIFWERK Podcast
5. Schaffe dir Freiräume
Je weniger du manuell oder persönlich in deinem Business tun musst, desto mehr Energie bleibt dir für das Wesentliche. Kläre einfache Prozesse, setze klare Prioritäten automatisiere oder delegiere.
Tipp: Plane gleich mit Blick auf deine langfristigen Ziele – wie soll dein Business aufgestellt sein?
7. Denk dein Business ganzheitlich
Als Experte oder Expertin deines Fachs, denkst du vielleicht vorwiegend an die Zusammenarbeit mit deinen Kunden. Dein Business ist aber mehr als das. Willst du nicht der Flaschenhals in deinem Business sein, ist es wichtig die Zusammenhänge zu sehen: Angebote, Prozesse, Kommunikation – alles hängt zusammen. Wenn du immer nur Einzelbaustellen behebst, bleibst du der Flaschenhals. Denk größer, strategischer. Denke vernetzt.
Hole dir dazu frische Anregungen, um dich weiterzuentwickeln. Nutze solche Flauten für frische Perspektiven und kreative Auszeiten, dann kannst du dein Business bewusst weiterentwickeln. Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Aber du kannst heute anfangen: Starte z.B. ein Mini-Projekt & geh in den Testmodus. Es muss nicht perfekt sein, aber mit echtem Lernwert bieten. Frag dich: Was, wenn dein Business auch ohne dich funktionieren dürfte?
Lesetipp: Kundenstory mit Sara Menzel-Berger
Business darf sich verändern
Einen Sommer saß ich mit einem Kaffee in der Hand im Garten, der Laptop war ausnahmsweise mal zu und in mir war plötzlich diese Frage: Will ich mein Business so weiterführen?
Ich hatte gute Kunden und stabile Umsätze. Und trotzdem war da dieses Gefühl von Enge. Alles drehte sich um mich. Wenn ich ausfiel, fiel alles. Ich war der Flaschenhals und hab’s viel zu lange ignoriert.
Das war der Moment, in dem ich angefangen habe umzudenken. Ich habe Angebote gestrichen, Abläufe vereinfacht, mich wieder auf meine eigentliche Stärke konzentriert. Keine große Umstrukturierung über Nacht aber ein ehrliches Gespräch mit mir selbst. Und das hat alles verändert.
Wenn du gerade spürst, dass du so nicht weitermachen willst – dann nimm das ernst. Du musst nicht alles sofort wissen oder lösen. Aber du darfst anfangen, andere Fragen zu stellen.
Du musst dein Business nicht neu erfinden. Aber du darfst es so gestalten,
dass es zu deinem Leben passt und nicht andersrum.
Dein Sommer, dein Business, deine Regeln
In den ruhigeren Phasen oder Flauten musst du nichts reißen. Ob nun Sommerflaute oder bewusst gewählte Ruhezeit: Du darfst sortieren, loslassen, hinterfragen und entscheiden, was du wirklich willst.
Nutze die Ruhe, um dein Business bewusster zu gestalten. Vielleicht streichst du Dinge, die längst überholt sind. Vielleicht findest du Klarheit über das, was Erfolg für dich bedeutet. Vielleicht setzt du den ersten Impuls für eine Veränderung, die längst überfällig war.
Was du nicht tun musst: Dich hetzen, alles optimieren oder den Sommer mit To-do-Listen zupflastern.
Was du tun darfst: Deinen eigenen Rhythmus finden. Und dein Business so weiterentwickeln, dass es dich stärkt – statt dich auszupowern.
Denn am Ende geht es nicht nur um Produktivität. Es geht um Klarheit. Um Fokus. Und um die Freiheit, dein Business nach deinen Regeln zu führen.
Artikel veröffentlicht: Juli 2017 | Letzte Aktualisierung: Juli 2025
